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Urplötzlich erhellt sich der Nachthimmel. Eine funkensprühende Feuerkugel huscht mit nie gesehener Geschwindigkeit über das Firmament. Ihre Bahn wird durch einen leuchtenden Schweif markiert. Nachkurzer Zeit enden die Lichterscheinungen. Rollendes Donnern, Knattern und ein explosionsartiger Knall folgen, dann Stille wie zuvor.“

 

So beschreibt der Hamburger Wissenschaftler Jochen Schlüter in seinem Buch „Meteorite“ einen Meteoritenfall, wie er schon vor einigen hundert Jahren zugetragen haben könnte. Wenn auch direkt bis auf die Erde stürzende Materie äußerst selten zu beobachten ist, so sind es doch immer wieder die „Außerirdischen“, die die Phantasie der Menschen anregen.  Im Folgenden soll ein wenig Licht in das Dunkel der „Boten aus dem All“ gebracht werden.

 

Etwas zur Geschichte

 

Schon die alten Kulturvölker, die Chinesen, Ägypter, Römer und Griechen, haben Aufzeichnungen über Meteoriten hinterlassen. Aus dem griechischen leitet sich auch der Name ab „Meteore“, was so viel bedeutet wie „Dinge in der Luft“.

Meteoriten wurden als Botschafter der Götter angesehen oder als herabfallende Sterne. Aus Meteoreisen wurden wahrscheinlich schon in der Antike Gegenstände des täglichen Gebrauchs hergestellt, noch bevor die Menschen gelernt hatten, Eisen zu schmelzen.

Der älteste beobachtete Meteoritenfall von dem noch Teile vorhanden sind, ist der von Nogata in Japan. Hier fiel am 19. Mai 861 ein Meteor auf ein Tempelgelände und seitdem wird er als Schatz in einem Shinto Schrein aufbewahrt. Er ist nur alle 5 Jahre für die Öffentlichkeit zu sehen, das nächste Mal im Jahre 2016.Der Meteorit von Ensisheim im Elsass, dessen Fall am 16. November 1492 beobachtet wurde, ist der älteste Meteorit in Europa von dem auch noch heute Stücke aufbewahrt werden. Von dem ehemals 127kg schweren Meteoriten kann heute ein 55kg schweres Stück im Rathaus von Ensisheim bewundert werden.

Über viele Jahrhunderte hinweg galten Aussagen und Aufzeichnungen von Meteoritenfällen- und Funden als Absurditäten und Phantasiegebilde. Erst der deutsche Physiker Chladni beschäftigte sich eingehender mit Meteoriten und veröffentlichte 1794 ein kleines Buch mit dem Titel „Über den Ursprung der von Pallas gefundenen und anderer in ähnlichen Eisenmassen und über einige damit in Verbindung stehenden Naturerscheinungen“

 

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Abbildung aus: Über den kosmischen Ursprung der Meteorite und Feuerkugeln. Deutsch, Thun, Frankfurt am Main 1996

Zunächst machten sich jedoch viele Kollegen über ihn lustig, so der Göttinger Professor Lichtenberg, der schrieb: „Es sey ihm bey dem Lesen der Schrift anfangs so zumute gewesen, als wenn ihn selbst ein solcher Stein am Kopf getroffen hätte“

Doch dann kam die Natur Chladni zur Hilfe. 1803 ging ein großer Meteorsteinregen über L`Aigle in Frankreich nieder, der von vielen ernstzunehmenden Zeugen beobachtet wurde. Seitdem überdachten viele Wissenschaftler ihre alten Auffassungen. So erhielten die Schriften Chladni´s volle Anerkennung und an vielen Orten entstanden erste Meteoritensammlungen. Die Meteoriten waren zu äußerst interessante Gebilden geworden, das einzige Material aus dem man Aufschluss über die stoffliche Zusammensetzung außerirdischer Materie gewinnen konnte.

 

Ursprung und Materie der Meteoriten

Das wichtigste Datum in der Geschichte eines Meteoriten ist sein Entstehungsalter. Dieses Alter kann man wie bei irdischen Gesteinen mit Hilfe des radioaktiven Zerfalls bestimmter Elemente messen. Während die meisten Gesteinsarten auf der Erde nur einige Millionen, sehr wenige über 2 Milliarden Jahre alt sind, haben Messungen an Meteoriten gezeigt, dass diese mit wenigen Ausnahmen etwa 4,5 Milliarden Jahre alt sind. Das deutet darauf hin, dass die gesteinsbildenden Prozesse auf den Mutterkörpern der Planeten schon kurz nach der Bildung der Planeten abgeschlossen waren.

Nach modernen Anschauungen über die Eigenschaften der auf der Erde vorkommenden Gesteine ist die Herkunft der Meteorite nur im Weltall zu suchen. Das meiste meteoritische Material, das bislang gefunden wurde, stammt aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Neben über 2000 bekannten Asteroiden von etwa 2km bis 1000km Durchmesser rasen hier Milliarden von Kleinstasteroiden durch das Weltall. Es kommt zu Zusammenstößen und zur Zertrümmerung einzelner Kleinstplaneten. Durch die Schwerkraft der Planeten gelangen Teile in die Umlaufbahn um die Sonne. Oft erst nach Tausenden von Jahren geraten sie dann in den Anziehungsbereich der Erde.

Meteoritenfunde in der Antarktis brachten die Erkenntnis, dass auch der Mond Ursprung bestimmter Meteoritenarten ist. Die sogenannten Regolith-Meteorite entstanden beim Einschlag eines Großmeteoriten auf dem Mond und bestehen aus anorthositischen Gesteins- und Mineralbruchstücken.

Bei einigen Meteoriten wurde ein sehr junges Kristallisationsalter festgestellt. Sie können daher nur von einem Planeten stammen, der vor kurzem vulkanisch aktiv war. Massenspektroskopische Untersuchungen an den glasigen Einschlüssen der Meteorite haben ähnliche Gasgehalte festgestellt, wie sie die Viking Marssonden für die Marsatmosphäre ermittelt haben.

 

Woran kann man Meteorite erkennen?

 

Die meisten Meteorite haben Merkmale, die sie von irdischen Gesteinen unterscheiden. Eine sichere Bestimmung ist jedoch nur durch das gleichzeitige Auftreten mehrerer Kennzeichen möglich.

Ein auffallendes Merkmal beim Steinmeteoriten ist die Schmelzkruste oder Schmelzrinde. Die matte oder auch schwarzglänzende Rinde entsteht beim Flug durch die irdische Atmosphäre durch Aufschmelzung der äußeren Meteoritenteile. Bei den meist knollig-rundlich geformten Steinmeteoriten besteht diese Hülle aus einem schwarzen, eisenhaltigen Glas, dass meist papierdünn ist, jedoch auch auf Dicken bis 10mm anwachsen kann. Sehr deutlich setzt sich die schwarze Farbe von den meist helleren Steinmeteoriten ab. Ist die Rinde verwittert, können Achondrite, die Gabbros und Basalten sehr ähnlich sind, nur noch vom Fachmann bestimmt werden. Am häufigsten kommen Chondrite vor. Im Bruch oder besser im Anschnitt finden sich erbsengroße,  kugelige Gebilde, die sogenannten Chondren, die man in keinem irdischen Gestein findet.

Ein anderes bedeutendes Merkmal kann die Oberflächenbeschaffenheit sein mit ihren oft charakteristischen Vertiefungen, die an Fingerabdrücke erinnern. Diese entstehen beim Flug der Meteorite durch die Atmosphäre. Ein turbulenter Luftstrom formt die Vertiefung durch gleichmäßiges Abschmelzen der Oberfläche. Dabei bilden sich oft auch Fließstrukturen, weil die geschmolzenen Anteile durch die Luftreibung nach hinten abgestrichen werden.

Eisenmeteorite bestehen aus Eisen-Nickel Legierungen, die auf der Erde nicht vorkommen. Sie fallen in erster Linie durch ihren metallischen Charakter und durch das hohe spezifische Gewicht auf.  Ätzt man einen angeschnittenen Eisenmeteoriten mit Säure, so treten interne Strukturen auf, die sogenannten Widmannstätteschen Figuren. Diese lassen das Material unverwechselbar als Meteore erkennen. Es gibt aber auch Eisentücke, die diese Figuren nicht zeigen und trotzdem echte Meteorite sein können.

Einen eindeutigen Beweis für die kosmische Herkunft eines Materials liefert eine Isotopenuntersuchung. Bei Ihrer Reise durch das Weltall sind Meteorite einer kosmischen Strahlung ausgesetzt, die in ihnen kurzlebige Isotope erzeugen, die sonst in keinem irdischen Gestein nachgewiesen werden können.

 

Die Informationen wurden entnommen aus:

 

Bühler, Rolf W.: Meteorite, Basel 1988

Heide, Fitz: Kleine Meteoritenkunde, 3. Auflage Berlin 1988

Nininger, H.H.: Arizona´s Meteorite Crater, Denver 1956

Schlüter, J. Meteorite, Hamburg, 1987

2klein

Meteorit Campo del Cielo Argentinien 22,8 KG
3klein
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Meteorit Gibeon Namibia 5,1 KG
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Pallasit Jepara Indonesien
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Pallasit Fukang China
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Pallasit Seymchan Russland
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Pallasit Seymchan Russland

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Pallasit NWA 2397  NEU
10klein

Pallasit Seymchan Russland

Abgebildete Stücke Globalmineralien M.Hermanns Stand F16

 



 

 

 

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2.+3.Nov. 2019

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Samstag 10-18Uhr
Sonntag 11*-17Uhr
(*Einlaß 10Uhr30)

 

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ermäßigt* 3.00 €
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Senioren ab 65 Jahre,
Schwerbehinderte mit Ausweis,
Mitglieder
VFMG, DFG

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(2 Erwachsene +
maximal 3 Kinder bis 18 Jahre)
Kinder bis 12 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen FREI
  
 

 

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