Faszination Silber


Als Metall ist Silber bereits seit dem Altertum bekannt und wurde von den Alchemisten wegen seines fahlen Glanzes mit dem Mond gleichgesetzt. Die Herkunft des Namens ist jedoch unbekannt.
Silber wurde schon früh zu Schmuck oder auch zu Kultgegenständen verarbeitet und ist auch heute noch das beliebteste Metall dafür. Es ist häufiger als z. B. Gold oder Platin und sein matter Glanz macht es zu etwas besonderem. Kein Wunder also, dass frühere Herrscher danach suchen ließen zumal sie ja auch Münzen daraus prägten und gierige Konquistadoren ganze Völker dafür ausgerottet haben.
Reines, elementares Silber, also in gediegener Form, ist zwar wesentlich häufiger als z. B. Gold, aber kommt in der Natur trotzdem nur sehr begrenzt vor. Das meiste Silber wird aus Erzen gewonnen und ist dabei meist nur beibrechend, also untergeordnet vorkommend.
Reines, gediegenes Silber wird meist in derben Massen, in Klumpen oder Adern durch bergmännische Tätigkeit gefunden. Ged. Silber kommt aber auch in Form von Kristallen, Dendriten (fischgrätenähnlichen Gebilden aus verzerrten Kristallen) oder sogen. Locken vor. Dies ist die bei Sammlern gesuchteste Ausbildung und berühmt für solche Vorkommen ist z. B. Kongsberg in Norwegen oder Freiberg im Erzgebirge. Gute Kristalle sind selten und die besten wurden in Kongsberg gefunden und haben eine Größe von mehreren cm erreicht.
Viele klassische Vorkommen sind heute erschöpft und stillgelegt oder in Besucherbergwerke umgewandelt. Zu den klassischen Vorkommen in Europa zählen der Harz, das Erzgebirge, Böhmen, der Schwarzwald, Kongsberg in Norwegen, der Elsass, Rumänien und Spanien.
Da das meiste Silber jedoch beibrechend zu anderen Erzmineralen gefunden wird, wird es zwar auch genauso teurer wie andere Rohstoffe, aber noch wird es nicht knapp. So wird z. B. ein Bleiglanz der etwa 0,05% Silberanteil besitzt bereits als Silbererz verhüttet.
Heute wird das Silbererz, denn ged. Silber spielt keine Rolle mehr, überwiegend in Kanada, USA, Mexiko, Peru, Bolivien, Australien, Russland/Kasachstan oder neuerdings auch in China gewonnen.
Kostbar und durchaus auch selten bis sehr selten sind eigenständige Silberminerale, damit sind aber nicht die wenig Silber enthaltenden Erze gemeint. Diese Silberminerale treten in Form von Sulfiden, aber auch als Arsenide, Oxyde oder Chloride auf. Wichtige Silberminerale sind Pyrargyrit, Proustit, Akanthit (früher auch vielfach als Argentit bezeichnet), Fahlerze z. B. als Freibergit, Chlorargyrit, Stephanit, Stromeyerit, Dyskrasit.
Hier in der Ausstellung können Sie sowohl gediegenes, also elementares Silber als auch zum Teil sehr seltene Silberminerale sowie ein paar Endprodukte, also Gegenstände aus Silber sehen.
Hier gibt es regional auch große Unterschiede. Während in England 925er Sterling-Silber Verwendung findet ist es im übrigen Europa meist 800er und in weiten Teilen Asiens nur 400er. Um silberne Gegenstände erschwinglicher oder auch wiederstandsfähiger zu machen wird oft auch nur versilbert.

 

Dendritisch ausgebildetes Silber auf Nebengestein
Quazarzarte / Marokko
Dendritisch ausgebildetes Silber auf Nebengestein
Quazarzarte / Marokko
Dendritisch ausgebildetes Silber auf Nebengestein
Quazarzarte / Marokko
Dendritisch ausgebildetes Silber auf Nebengestein
Rumänien
 

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