Sonderschau 2003
Berühmte Diamanten
Nachbildungen aus Idar Obersteiner Meisterhand

Diamanten haben im Leben der Menschen schon immer eine besondere Rolle gespielt. Als härtester aller Edelsteine wurde er schon von den Griechen und Römern als König der Edelsteine verehrt. Bis heute werden Diamanten als unvergänglicher Beweis für Liebe und Treue angesehen. Lassen Sie sich durch die vielen Sagen und Legenden der berühmtesten Diamanten durch die Geschichte vergangener Jahrhunderte führen.
 

Cullinan I wird auf einem Karborundumrad in die grobe
Form geschliffen
Historische Diamanten sowie auch berühmte Diamanten der Gegenwart können normalerweise nur sehr selten in der Öffentlichkeit bewundert werden. Einige der Diamanten sind die Attraktionen von bekannten Museum rund um den Globus wie z.B. das Smithonian Institut in Washington D.C., das Topkapi Serail in Instanbul, der Pariser Louvre oder das Grüne Gewölbe in Dresden. Meist jedoch befinden Sie sich in privaten Sammlungen, Palästen oder sind Firmeneigentum bekannter Juweliere. Oft sind sie verborgen in gut gesicherten Banktresoren und bleiben nicht selten mehrere Jahrzehnte unter Verschluss bevor sie dann hin und wieder durch spektakuläre Verkaufsauktionen oder aber auch durch Meldungen dreister Schmuckdiebstähle in die Schlagzeilen der Weltpresse kommen.
 
 

Cullinan I wird auf dem
Quarzsandstein facetiert
Viele dieser Diamanten würden aber wohl für immer im Verborgenen bleiben und nie in der Öffentlichkeit zu sehen sein gäbe es nicht den Schleifermeister Rudolf Dröschel in Idar Oberstein. Seit mehreren Jahrzehnten schon trägt er alle greifbaren Informationen über historische Diamanten zusammen. Er durchsuchte Kataloge, Bücher, historische Dokumente und Dateien und unternahm weite Reisen um möglichst viele Details der Originale festzuhalten. Jede Facette, jeder Winkel und jede Fläche wurde sorgfältig gemessen und registriert. Gab es nicht die Möglichkeit die Originale anzusehen, wurden Zeichnungen und Gemälde sorgfältig untersucht. Zeichnungen aller Details werden angefertigt bevor es dann daran geht aus dem Rohsteinlager einen Rohstein mit möglichst originalgetreuer Farbe herauszusuchen. Meist ist es klarer reiner Bergkristall, Citrin, Amethyst oder Rauchquarz. Die schwarzen Diamanten werden aus schwarzem Onyx geschliffen. Nur für sehr seltene Farben werden synthetische Materialien wie synthetischer Spinell, synthetischer Rubin, synthetischer Quarz oder auch Glas verwendet.
   
Dann geht es an die Schleifmaschine. Alle Arbeiten werden an dem typisch großen Schleifrad der Idar Obersteiner Edelsteinschleifer durchgeführt. Jeder der vielen Arbeitsschritte bedarf der vollen Konzentration. Schon der kleinste Fehler kann die Arbeit eines ganzes Tages ruinieren und den Verlust eines wertvollen Stückes des rohen Edelsteins bedeuten. Das Resultat dieser Arbeit sind einzigartige Nachbildungen der Diamanten die sich von Ihren Originalen nur durch das fehlende Feuer unterscheiden.

Der Ennepetaler Diplom Mineraloge Claus Hagemann traf Rudolf Dröschel schon Ende der 70iger Jahre während seines Studiums am Institut für Edelsteinforschung der Universität Mainz. Er begann schon damals, sich für die Diamanten zu interessieren und besitzt heute eine der größten Sammlungen dieser Art. Zum 20 jährigen Jubiläum der Internationalen Ennepe Ruhr Edelstein -und Mineralienbörse werden nun über 200 dieser Nachbildungen mit ihren Geschichten im Haus Ennepetal präsentiert.

Cullinan I wird auf einer Blei Zinn Scheibe poliert
alle Photos Rudolf Dröschel, Idar Oberstein

 

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